Fünf Jahre nach dem Einzug will eine Familie im Wohnzimmer noch eine Steckdose für den neuen Fernseher setzen lassen. Der Elektriker öffnet die Gipskartonplatte, findet den gesuchten Hohlraum - und muss die Dampfsperre dahinter kein einziges Mal anfassen. Genau das ist die stille Idee hinter dem Installationsschacht, den Treevia serienmässig in seine Aussenwand einbaut.
Kurze Antwort
Der Installationsschacht ist ein zusätzlicher Hohlraum innerhalb der Treevia-Aussenwand, zwischen der PE-Dampfsperre und der Gipskartonplatte. Elektro- und Sanitärinstallationen verlaufen dort, statt direkt in der tragenden Wand oder unmittelbar hinter der Dampfsperre. Die Wanddicke von 38,4 cm (Holzschalung) oder 41,0 cm (verputzte Fassade) - bei U ≤ 0,15 W/(m²K) - schliesst diesen Schacht bereits ein.
Wo genau liegt der Schacht?
In beiden Treevia-Wandvarianten mit je neun Schichten folgt der Installationsschacht auf die PE-Dampfsperre, noch vor der doppelten Gipskartonplatte. Er liegt damit auf der warmen Innenseite der Dampfsperre - Kabel, Steckdosen und Leitungen verlaufen in diesem Bereich, ohne die Folie zu durchdringen.
Welches Problem soll das lösen?
In vielen Holzrahmenkonstruktionen liegen Installationen unmittelbar hinter der Innenverkleidung, direkt vor oder sogar in der Dampfsperre. Jede Steckdose, jeder Schalter erfordert dann eine Durchbohrung der Folie. Über viele einzelne Durchdringungen kann die Luftdichtheit der Wand insgesamt leiden, was bei Anschlussmängeln ein Kondensationsrisiko begünstigen kann.
Der separate Schacht soll dieses Risiko reduzieren: Installationsarbeiten bleiben auf einer eigenen Ebene, ohne die Dampfsperre erneut zu öffnen.
Was das bei künftigen Nachrüstungen bedeutet
Wird später eine zusätzliche Steckdose oder eine Smart-Home-Leitung benötigt, lässt sich das laut diesem Konstruktionsprinzip innerhalb des Schachts umsetzen, ohne die Dämmebene oder die Dampfsperre zu öffnen. Wie gross der zeitliche und finanzielle Unterschied zu einer klassischen Wand in der Praxis tatsächlich ausfällt, hängt vom Einzelfall ab - Handwerkerpreise, Umfang der Arbeiten und regionale Unterschiede spielen eine Rolle. Belastbare, unabhängige Vergleichszahlen dazu liegen uns nicht vor, deshalb nennen wir hier keine Schätzbeträge.
Warum ist das kein Standard bei jedem Hersteller?
Ein zusätzlicher Installationsschacht bedeutet mehr Wandstärke, eine zusätzliche Beplankungsebene und einen höheren Planungs- und Materialaufwand in der Fertigung. Das erklärt, warum nicht jeder Anbieter auf dem Markt diese Lösung standardmässig einsetzt. Ob sich der Mehraufwand für ein konkretes Bauvorhaben lohnt, hängt von den individuellen Prioritäten und dem Budget ab.
Was sich vor Vertragsabschluss lohnt zu prüfen
Vor Vertragsabschluss lohnt sich der Blick auf die Wandzeichnung im Angebot: Ist der Installationsschacht dort als eigene Schicht ausgewiesen? Welche Wanddicke wird konkret zugesichert? Und ist die 30-jährige Konstruktionsgarantie im Vertrag mit klaren Bedingungen hinterlegt? Diese Punkte lassen sich objektiv im Angebot nachprüfen, unabhängig von Marketingaussagen.
Zusammenfassung
Der Installationsschacht ist eine bauliche Eigenschaft der Treevia-Wand: ein zusätzlicher Hohlraum zwischen Dampfsperre und Gipskartonplatte für Elektro- und Sanitärleitungen, bereits eingerechnet in die Wanddicke von 38,4 cm oder 41,0 cm. Er soll spätere Installationsarbeiten erleichtern, ohne die Dampfsperre zu öffnen. Für konkrete Kosteneinsparungen über die Nutzungsdauer gibt es keine unabhängige, belastbare Quelle - dieser Artikel verzichtet deshalb bewusst auf Schätzwerte. Für die Familie mit dem neuen Fernseher zählt am Ende ohnehin nur eines: Der Elektriker war in einer Stunde wieder weg.